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Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, welches in der Natur als Gemisch von acht chemisch ähnlichen Substanzen vorkommt. Eine davon, das alpha-Tocopherol, ist beim Menschen am wirksamsten und für eine Vielzahl an schützenden Vorgängen im menschlichen Organismus verantwortlich.
Als fettlösliches Antioxidans ist Vitamin E Bestandteil der Membranen tierischer Zellen, in denen es die Funktion eines Radikalfängers hat.
Zusammen mit wasserlöslichen Antioxidantien wie Vitamin C, Selen und Glutathion schützt Vitamin E die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Lipoproteinen und Membranlipiden vor einem oxidativem Abbau (Lipidperoxidation).
Neben diesen schützenden, vorbeugenden Eigenschaften wirkt sich Vitamin E positiv auf die Leistungsfähigkeit von Muskel- und Nervenzellen aus. Es ist als "Leistungsvitamin" bekannt, weil es hilft, die geistige und körperliche Vitalität für die Anforderungen des täglichen Lebens zu steigern und Erschöpfungszuständen, Nervosität, Antriebsschwäche und Leistungsabfall vorzubeugen.
Der tägliche Bedarf an Vitamin E beträgt 12 mg. Die höchsten Konzentrationen befinden sich in Pflanzenölen wie Weizenkeim-, Walnuss-, Oliven- und Sonnenblumenöl, weiterhin in Margarine, Butter, Haselnüssen und Mandeln.
Die Aufnahme im Dünndarm ist an die Fettverdauung gekoppelt, dabei hängt die Resorption von der Art der zugeführten Fette ab: mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure, Linolensäure sowie omega-Fettsäuren hemmen die Aufnahme des Vitamins in den Blutkreislauf. Durchschnittlich werden nur 30% des aufgenommenen Vitamins verwertet. Die zusätzliche Einnahme von Vitamin E-Präparaten hilft, eine gesicherte Resorption zu erreichen.
Da der menschliche Körper das Vitamin über längere Zeit gut speichern kann, entstehen relativ selten Mangelerscheinungen. Allerdings sind sich viele Ernährungswissenschaftler darüber einig, dass die empfohlenen 12 mg Vitamin E zu niedrig sind, um die vorbeugenden und antioxidativen Wirkungen zu erreichen.
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